https://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/issue/feedCONSERVA Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut2026-04-21T12:12:59+02:00Redaktionredaktion-beitraege@restauratoren.deOpen Journal Systemshttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115163Editorial2026-02-27T13:35:55+01:00Alexandra Nysethpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.deHans Michaelsenpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Die Redaktionhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115164Die Faszination steckt im Detail2026-02-27T13:49:18+01:00Tracy Niepoldpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.deJohann Friedrich Tolksdorfpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.deHelmut Voßpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de<p>Textilien und andere organische Materialien, wie z. B. Leder, Holz oder Fell, bleiben im archäologischen Befund nur selten erhalten. Besonders aus älteren Epochen der Menschheitsgeschichte fehlt diese Fundgruppe zumeist vollständig. Stark veränderte Materialeigenschaften bringen besondere Herausforderungen bei der archäologischen Ausgrabung und den anschließenden Dokumentations- und Konservierungsprozessen mit sich. Den Quellenwert organischer Materialien und auch ihrer stark abgebauten Überreste bei entsprechend sorgfältiger Bergung und anschließender detaillierter Dokumentation zeigt das Beispiel eines frühmittelalterlichen Kindergrabes aus Mattsies (Lkr. Unterallgäu, Bayern). Seit der Beisetzung des etwa eineinhalbjährigen Jungen um 670–680 n. Chr. blieb die Grabkammer aus Tuffsteinplatten ungestört. So hatte sich darin ein Mikroklima gebildet, in dem zusammen mit Grabbeigaben aus Edelmetallen auch zahlreiche Überreste organischer Materialien erhalten geblieben sind. Mit Hilfe einer neu entwickelten Bergungsmethode, nämlich durch die Zugabe von flüssigem Stickstoff und feinem Wassernebel, gelang es, den Grabkammerboden mitsamt den aufliegenden Beigaben aus Metall und der organischen Befunde vor Ort einzufrieren und als Blockbergung zu entnehmen. Dies ermöglichte im Anschluss eine detaillierte Untersuchung in der Restaurierungswerkstatt. Dadurch konnten Bestandteile der Grabbeigaben und Grabkammerausstattung erschlossen werden, die das Bild der Bestattungsinszenierung wesentlich ergänzen und der archäologisch-kulturhistorischen Einordnung eine zusätzliche, andernfalls nicht zugängliche Perspektive verleihen.</p>2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Tracy Niepold, Johann Friedrich Tolksdorf, Helmut Voßhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115165Papiergeld der Ming-Dynastie aus der Sammlung der Deutschen Bundesbank2026-02-27T13:57:05+01:00Jenny Feypublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.deSonja Behrendtpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.deAntonia Höhnepublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de<p>Mittels verschiedener naturwissenschaftlicher Methoden wurden drei Banknoten aus dem historischen Papiergeldbestand der Numismatischen Sammlung der Deutschen Bundesbank, die bisher der Ming-Dynastie (1368–1644) zugeordnet wurden, einer umfassenden materialanalytischen Untersuchung unterzogen. Die Herstellung und breite Zirkulation von gefälschten Banknoten führten bereits während der Ming-Dynastie u. a. zu einer rapiden Entwertung des chinesischen Papiergeldes. Ab dem 20. Jahrhundert stieg das Interesse von Kunstsammlern an historischem Papiergeld stark an, wodurch der Anteil an gefälschten Banknoten zu einem komplexen Phänomen wurde. Materialtechnologische Untersuchungen zur Feststellung der Authentizität von historischem Papiergeld sind immer noch relativ selten. Die aus der Kombination von optischen und analytischen Methoden erhaltenen Ergebnisse ließen Rückschlüsse zur Unterscheidung von modernen und historischen Materialien und damit zur Authentizität der untersuchten Banknoten zu.</p>2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Jenny Fey, Sonja Behrendt, Antonia Höhnehttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115166Kunsttechnologische Rekonstruktion des ursprünglichen Hochaltarretabels der Stadtkirche St. Georg in Mansfeld2026-02-27T14:01:30+01:00Annemarie Huhnpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de<p>Die Ergebnisse der kunsttechnologischen Untersuchungen des spätmittelalterlichen Kreuzretabels in der Stadtkirche St. Georg in Mansfeld (Sachsen-Anhalt) zeigen einen heterogenen Bestand auf, der durch umfangreiche nachreformatorische Veränderungen geprägt ist. So gehören die in den Schrein eingestellte spätmittelalterliche Kreuzigungsgruppe sowie die Dornenkrönung in der Predella nicht zur ursprünglichen Ausstattung. Auf Basis maßlicher und bildschnitzerischer Vergleiche konnte ein ebenfalls in der Stadtkirche erhaltenes, großformatiges Relief des Heiligen Georg als mutmaßlich ursprüngliches Schreinrelief nachgewiesen werden. In Übereinstimmung mit dem urkundlich überlieferten Patrozinium des 1503 geweihten Hauptaltars ließ sich das Retabel damit als früheres Hochaltarretabel der Heimatkirche Martin Luthers identifizieren.</p>2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Annemarie Huhnhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115167Die Evaluierung des Vakuum-Skin-Verfahrens zur Verpackung archäologischer Kleinfunde an der Archäologischen Staatssammlung München2026-02-27T14:06:25+01:00Veronika Mayrpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.deKatharina Meier zu Verlpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de<p>Seit 2012 werden in der Archäologischen Staatssammlung München (ASM) konservatorisch gesicherte Funde aus bayerischen Gräberfeldern des Frühmittelalters mit einem speziell zur Langzeitverwahrung entwickelten Verfahren verpackt. Dieses Verfahren, das unter dem Projektnamen „Grundsicherung“ läuft, dient dazu, die gesicherten Fundobjekte auf eigens dafür angefertigte Archivkartons anzuordnen und mit Hilfe einer Vakuum-Skin-Maschine mit thermoplastischer Polyethylen-Folie zu fixieren. Dadurch wird eine rein mechanische Stabilisierung der teils sehr fragilen Objekte gewährleistet. Die sogenannten Tableaus, die in Euronormkisten stapelbar sind, ermöglichen eine platzsparende und gut einsehbare Lagerung. Der Arbeitsablauf ist zeitsparend und ressourcenschonend, da große Fundmengen gleichzeitig bearbeitet werden können und nur wenig Verpackungsmaterial benötigt wird. Seit 2012 wurden auf diese Weise Funde aus 35 Grabungsprojekten – über 15.000 Einzelfunde – bearbeitet und eingelagert. Im Jahr 2024 erfolgte erstmals eine Evaluierung des Verfahrens hinsichtlich der Langlebigkeit der Materialien und der Effektivität der konservatorischen Wirkung, mit dem Ziel, die zukünftige Anwendung bei Bedarf anzupassen. Die Evaluierung wurde bewusst einfach gehalten, um eine unkomplizierte Methode für ein zukünftiges, regelmäßiges Monitoring zu schaffen.</p>2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Veronika Mayr, Katharina Meier zu Verlhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115168Die zwei Seiten der Verpackung2026-02-27T14:09:21+01:00Stephan Bieblpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de<p>Durch den internationalen Warenverkehr und Paketversand kann es in Museen, Sammlungen, Archiven oder Bibliotheken zu einer Einschleppung von schädlichen Insekten über die Verpackungen kommen. Das derzeit am häufigsten verschleppte Schadinsekt ist das Papierfischchen, welches mit Kartons oder anderem Verpackungsmaterial von Haus zu Haus transportiert wird. Dies kann in der Folge zu Schäden am kulturellen Erbe führen, wenn der Befall nicht frühzeitig über ein kontinuierliches Monitoring (IPM) erkannt und mit mobilen oder stationären Behandlungsmethoden bekämpft wird. Neben Papierfischchen können auch Holzschädlinge wie Splintholzkäfer mit Transportkisten oder Hausbockkäfer in Holzpaletten in Museen und Sammlungen gelangen. Verpackungsmaterialien wie Spezialfolien aus Mehrschicht- oder Aluminiumverbund dienen unter anderem als hermetische Hülle im Zuge der Anwendung von Anoxia-Verfahren (Sauerstoffentzug) bei der Schädlingsbekämpfung. Befallene Objekte aus Holz, Textil oder Papier können mit Hilfe dieser vor Ort flexibel und maßgeschneidert eingepackt und behandelt werden. Praktische Fallbeispiele zur Anwendung des Sauerstoff-entzugs in einem städtischen Heimatmuseum in Bayern und einem staatlichen Museum in Berlin beschreibt dieser Beitrag näher.</p>2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Stephan Bieblhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115169Das Intarsienkabinett im mecklenburgischen Schloss Bothmer2026-02-27T14:11:52+01:00Wolfgang Schitkepublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de<p>Das zwischen 1726 und 1732 errichtete Schloss Bothmer liegt in der nordwestmecklenburgischen Kleinstadt Klütz, zwischen Wismar und Lübeck. Im Westflügel befindet sich ein mit Nussbaum furniertes Intarsienkabinett, das mit Blumenmarketerien geschmückt ist. Das Zimmer ist im Laufe der Jahre vernachlässigt worden. Eindringende Feuchtigkeit begünstigte Furnierschäden und Substanz- verluste, Baumaßnahmen sowie spätere Heizungs- und Elektroeinbauten führten zu Beschädigungen an den Paneelteilen. Teilweise wurden bereits geschädigte Fur-nierbereiche mit brauner Alkydharzfarbe überstrichen und <br />provisorisch befestigt.</p> <p>Während aufwändiger Restaurierungsmaßnahmen konn-ten die Schäden größtenteils behoben werden, sodass das Kabinett sich heute wieder in seiner ganzen Pracht zeigt.</p>2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Wolfgang Schitkehttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115170Schwamm drüber !2026-02-27T14:15:28+01:00Mathilda Holschneiderpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Mathilda Holschneiderhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115171Hilfe für Kulturerbe in Krisensituationen2026-02-27T14:17:48+01:00Patricia Broziopublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Patricia Broziohttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115172Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) (Hrsg.) Preservation in Perspective. International Strategies for the Preservation of Written Cultural Heritage2026-02-27T14:21:54+01:00Laura Völkelpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de<p>Rezension zu:</p> <p>Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (Hrsg.): Preservation in Perspective. International Strategies for the Preservation of Written Cultural Heritage. Berlin/Boston 2024, 312 S., 65 Farbabb. gebundene Ausgabe: ISBN 9783111386461, eBook: ISBN 9783111386713, https://doi.org/10.1515/9783111386713</p>2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Laura Völkelhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115173Bernd Bünsche *23.12.1943 – † 11.12. 20252026-02-27T14:24:34+01:00Ingo Timmpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Ingo Timmhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115174Klaus Gernhardt *16.03.1938 – †08.12. 20252026-02-27T14:31:02+01:00Friedemann Hellwigpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Friedemann Hellwighttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115368Titelei2026-04-17T12:58:28+02:00Die Redaktionpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Die Redaktionhttps://ahnp.ub.uni-heidelberg.de/journals/conserva/article/view/115369Inhalt2026-04-17T13:02:40+02:00Die Redaktionpublikationsdienste@ub.uni-heidelberg.de2026-04-21T00:00:00+02:00Copyright (c) 2026 Die Redaktion