Die Evaluierung des Vakuum-Skin-Verfahrens zur Verpackung archäologischer Kleinfunde an der Archäologischen Staatssammlung München

  • Veronika Mayr (Autor/in)
  • Katharina Meier zu Verl (Autor/in)

Abstract

Seit 2012 werden in der Archäologischen Staatssammlung München (ASM) konservatorisch gesicherte Funde aus bayerischen Gräberfeldern des Frühmittelalters mit einem speziell zur Langzeitverwahrung entwickelten Verfahren verpackt. Dieses Verfahren, das unter dem Projektnamen „Grundsicherung“ läuft, dient dazu, die gesicherten Fundobjekte auf eigens dafür angefertigte Archivkartons anzuordnen und mit Hilfe einer Vakuum-Skin-Maschine mit thermoplastischer Polyethylen-Folie zu fixieren. Dadurch wird eine rein mechanische Stabilisierung der teils sehr fragilen Objekte gewährleistet. Die sogenannten Tableaus, die in Euronormkisten stapelbar sind, ermöglichen eine platzsparende und gut einsehbare Lagerung. Der Arbeitsablauf ist zeitsparend und ressourcenschonend, da große Fundmengen gleichzeitig bearbeitet werden können und nur wenig Verpackungsmaterial benötigt wird. Seit 2012 wurden auf diese Weise Funde aus 35 Grabungsprojekten – über 15.000 Einzelfunde – bearbeitet und eingelagert. Im Jahr 2024 erfolgte erstmals eine Evaluierung des Verfahrens hinsichtlich der Langlebigkeit der Materialien und der Effektivität der konservatorischen Wirkung, mit dem Ziel, die zukünftige Anwendung bei Bedarf anzupassen. Die Evaluierung wurde bewusst einfach gehalten, um eine unkomplizierte Methode für ein zukünftiges, regelmäßiges Monitoring zu schaffen.

Statistiken

loading
Cover des Artikels
Sprache
de